Digitalisierte Produktion braucht einen adäquaten Versicherungsschutz. Darauf weisen Experten immer wieder hin. Viel zu häufig stellt sich die Situation jedoch so dar, dass beispielsweise Maschinen im Unternehmen auf dem Niveau von „Industrie 4.0“ arbeiten – die bestehende Maschinenversicherung neu entstehende Risiken aber nicht abdeckt. Das kann Sie als Unternehmer im Ernstfall teuer zu stehen kommen. Ein weiterer Punkt ist die Ermittlung einer ausreichenden Versicehrungssumme, um Unterversicherung zu vermeiden.
Internet der Dinge, Big Data, Künstliche Intelligenz, kommunizierende Maschinen – eine ganze Anzahl von Treibern pushen die Produktion in vielen Betrieben immer mehr in Richtung „intelligente Fabrik“. Das optimiert Arbeitsabläufe, schafft mehr Flexibilität, erhöht die Produktivität und senkt Kosten. Schafft aber auch neue Gefahren. Tipp: Am besten prüfen Sie möglichst schnell zusammen mit einem Versicherungsprofi, ob dadurch in Ihrer bestehenden Maschinenversicherung Sicherheitslücken entstehen. Mögliche Risiken sind zum Beispiel eine gestiegene Anfälligkeit für Cyber-Attacken. Auch IT-Pannen oder Datenverluste durch Softwarefehler können den Produktionsablauf empfindlich stören, schlimmstenfalls sogar lahmlegen.
Herkömmliche Maschinenversicherungen decken die Kosten, die aus solchen Schwachpunkten entstehen, nicht immer ab. Womöglich ist also auch für Ihren Betrieb eine gezielte Deckungserweiterung notwendig. Viele Policen lassen sich etwa problemlos um einen Cyber-Baustein erweitern, der effektiven Schutz vor Hacker-Angriffen bietet. Auch Komplett-Pakete mit einer Kombination aus Maschinen-, Cyber- und Elektroversicherung sind in vielen Fällen sinnvoll. Das sollte stets im Einzelfall geprüft werden.
Ein ganz grundsätzlicher Vorteil der Maschinenversicherung besteht darin, dass sie in der Regel weit mehr und speziellere Risiken abdeckt als etwa eine Betriebsinhaltsversicherung. Damit sind Sie nicht nur gegen die üblichen Risiken wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel oder Einbruchdiebstahl abgesichert, sondern auch bei Schäden durch menschliche Bedienungsfehler, Unfälle, das Versagen von Mess-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen, Konstruktions- und Materialfehler und weitere Ursachen. Das gilt sowohl für stationäre Produktions-Anlagen als auch für mobile Maschinen wie Gabelstapler, Radlader, kleinere Bagger, Arbeitsbühnen, Kräne oder Straßenbaumaschinen.
Wichtig, gerade in Zeiten voranschreitender Digitalisierung: Gute, moderne Maschinenversicherungen beinhalten immer auch einen Baustein, der den technologischen Fortschritt quasi mitversichert. Das heißt: Wenn die versicherte Maschine in derselben Art und Qualität nicht wiederbeschafft werden kann, übernimmt die Versicherung die Mehrkosten, die für eine Anlage oder Maschine der aktuellen Generation anfallen.
Feuer, Wasser, Sturm und Hagel, Vandalismus… Die Liste der Gefahren, die Ihrem Betriebsgebäude und dem Inventar Ihres Unternehmens drohen, ist lang. Schäden können extrem teuer werden und im schlimmsten Fall die Existenz Ihrer Firma vernichten. Deshalb gelten Inhalts- und eine Gebäudeversicherung für jeden Betrieb als absolutes Must-have.
Die Betriebsgebäudeversicherung springt unter anderem bei Schäden durch einen Brand, durch Leitungswasser sowie Sturm und Hagel ein. Angesichts des Klimawandels ist es oft sinnvoll, sie durch einen Elementarschaden-Baustein zu ergänzen. Damit sind dann zum Beispiel auch die Folgen von Starkregen oder Überschwemmungen abgedeckt. Auch Überspannungsschäden durch einen Blitzeinschlag sollten mitversichert sein. Auf Wunsch können außerdem ,unbenannte Gefahren‘ abgedeckt werden – beispielsweise wenn ein Baum umstürzt oder ein Marder die Dachdämmung zerstört.
Mit einer Inhaltsversicherung schützen Sie als Unternehmer Ihr Betriebseigentum. Dazu zählen Maschinen und Werkzeuge ebenso wie die kaufmännische Einrichtung, also etwa Computer, Drucker, Büromöbel und Geschäftsunterlagen. Ebenfalls versichert sind Waren und Vorräte sowie Eigentum von Kunden oder Mitarbeitern, das sich auf dem Betriebsgelände befindet. Sie gleicht im Schadensfall Kosten für die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung beschädigter Sachen zum Neuwert aus. Für Produktionsbetriebe unabdingar: Ergänzt wird sie durch Einnahmeausfälle bei einer Betriebsunterbrechung. Versicherte Risiken sind Brand und Blitzschlag, Einbruch und Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel – doch auch hier ist ein Elementarschutz-Baustein in vielen Fällen empfehlenswert.
Eine Inhaltsversicherung brauchen Sie als Unternehmer immer – unabhängig davon, ob Sie Eigentümer des Betriebsgebäudes sind oder die Räume gemietet haben. Nur so ist das Betriebseigentum umfassend geschützt. Um die Gebäudeversicherung müssen Sie sich als Mieter dagegen nicht kümmern. Sie abzuschließen, ist Sache des Eigentümers. Als Vermieter kann er die Kosten für Beiträge allerdings auf den Mieter umlegen.
Wichtig für Unternehmer, die planen, ein Gebäude für den eigenen Betrieb zu kaufen: Bei einem Eigentümerwechsel geht die Gebäudeversicherung automatisch auf den neuen Hausherrn über. Nach der Eintragung ins Grundbuch können Sie die Versicherung aber mit einer Frist von einem Monat kündigen und eine neue abschließen. Bevor Sie entscheiden, ob Sie diesen Weg gehen oder die bestehende Police übernehmen, sollten Sie unbedingt gemeinsam mit einem Versicherungsprofi prüfen, ob Umfang und Leistungen der alten Police zu Ihrem Betrieb passen!